„Es gibt viele Qualitätsexperten in Deutschland.
Es gibt auch viele Quality Consulting Firmen.
Aber wir lösen Ihre Qualitätsprobleme.“

Produktqualität (u.a. PPAP)


Neue Produkte und laufende Serien



PPAP (Serienteilfreigabe) bzw. PPF sind ein Produktionsteil-Abnahmeverfahren. PPAP - Production Part Approval Process ist ein Verfahren aus der QS 9000, bei dem Serienteile vor dem Serienanlauf bemustert werden. Diese Vorgehensweise stammt aus der Automobilindustrie und wird dort seit Jahren erfolgreich umgesetzt. Dabei geht es vor allem um die Qualität der gelieferten Teile, das bedeutet, dass die Teile aus den Serienwerkzeugen bzw. Serienprozessen den Zeichnungen entsprechen müssen, um PPAP zu erfüllen. Neben den zur Überprüfung gelieferten Teilen stellt die Bemusterung ein zentrales Element für den Bemusterungsprozess dar. Fachbegriffe für die Bemusterung nach dem PPAP Prozess sind der so genannte PSW (Part Submission Warrant = Teilevorlagebestätigung nach ISO/TS 16949) bzw. nach VDA spricht man vom PPF Prozess (Produktionsprozess- und Produkt Freigabe) mit Vorlage des EMPB (Erstmusterprüfbericht). Mit PPAP sind alle wichtigen Informationen zu Anforderungen und Tests zusammengefasst und dokumentiert und somit sichergestellt, dass die Grundvoraussetzungen für höchste Qualität des gelieferten Produktes gegeben sind. Das genaue Vorgehen zum Beispiel bei der Bestellung der Teile und auch der Lieferung unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen durchaus sehr stark. Gleiches gilt auch für den Zeitpunkt der Bemusterung. So werden sicherheitskritische Teile schon lange vor Serienanlauf bemustert während andere Teile erst unmittelbar vor Produktionsstart zur Bemusterung gelangen. Allen Bemusterungen ist eines gemein: Die Einteilung nach 5 verschiedenen Ebenen der Bemusterung. Dabei handelt es sich beim PPAP um die folgenden 5 Level (der PPF hat 3 Vorlagestufen):


Bei der Bemusterung werden verschiedene Stati festgelegt, die eine Aussage darüber geben, ob die Teile den Forderungen des Kunden gem. seiner Freigabe (Zeichnung) entsprechen, nachgearbeitet werden müssen oder sogar ganz neu angefordert werden müssen. Diese Stati werden individuell und je nach Unternehmen festgelegt.
Grundsätzlich gibt es aber bei PPAP einige wesentliche Forderungen, die für alle Unternehmen gelten. Hierzu zählt ein repräsentativer Produktionslauf, der sog. Run@Rate Produktionslauf. „Dieser Produktionslauf muss eine bis acht Stunden umfassen, mit einer spezifischen Produktionsmenge von mindestens 300 aufeinander folgenden Teilen.“ (Auszug aus der AIAG Forderung). Im PPF Prozess entspricht der Run@Rate dem SFN (Serienfähigkeitsnachweis). Hier muss nachgewiesen werden, dass Teile gem. vereinbarter Kammlinie in der entsprechenden Tagesproduktion gefertigt werden können.
Insgesamt sind 18 PPAP Forderungen allgemein beschrieben, bei der PPF-Vorlage sind es 12 Forderungen. Darauf wird in unseren Schulungen bzw. Seminaren näher eingegangen.
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